Archive for April, 2009
Mhhhh…lecker Kunst!
by Christin on Apr.24, 2009, under Allgemein, Guck mal
Heut ist beinahe alles Kunst. Da lässt ein münchner Hochschuldozent eine gehäutete Kuh aus 40 Meter Höhe in eine Baugrube stürzen. Ein französisches Pärchen hüllt den Reichstag in Bettlaken und manch einem steht die Kunst bedauerlicher Weise ins Gesicht geschrieben. Da bekommt man glatt Lust, selbst mal etwas zur Kunstgeschichte beizutragen … nur mit was? Ein Ohr abschneiden oder doch lieber zum Pinsel greifen? Kunst ist wohl Geschmackssache und das dachte sich wohl auch ein londoner Fotograf namens Carl Warner.


Seine Bilder entstehen in feinster Handarbeit und wehe da nascht mal einer, denn bei diesen Bildern kommt es auf jedes Detail an. Ob Baum, Stein oder Meer - jedes Einzelteil dieser Bilder ist essbar. Wenn andere Künstler Farbe, Leinwand und Pinsel kaufen, geht Carl Warner zum Obst -und Gemüsehändler. Dann schließt er sich 2 Tage lang in seinem Atelier ein, um am Ende das perfekte Foto zu schießen. Der frühere Werbefotograf hat mit seinen Bildern, die er liebevoll „Foodscape“ taufte, eine neue Art der Kunst entwickelt. Jetzt ärgere ich mich, dass ich meiner Mutter nie widersprochen habe, wenn sie mir verbot mit dem Essen zu spielen. Denn schon in jungen Kinderjahren entwickelte ich so vielleicht eine künstlerische Ader, die nun mein ganzes Leben unterdrückt in mir schlummern musste. Carl Warner hat mich jetzt ermutige auch in mir den Künstler zu finden und so geh ich jetzt inspiriert an meinen Kühlschrank und mache Kunst.
Watt machen die mit dem Fernsehturm?
by Christin on Apr.22, 2009, under Guck mal, Unglaublich
Ich bin eingefleischte Berlinerin und auch stolz darauf, doch dieser Tage wollte ich mich beinahe schämen. Denn das absolute Wahrzeichen Berlins sieht derzeitig aus wie die Innenwände eines Schulklos. Kreuz und quer erstrecken sich ausschweifende Kritzeleien über den gesamten Fernsehturm. Im Glauben, dass er nun als Fläche für pubertäre Teenies herhalten muss, war ich gezwungen, mir das aus der Nähe anzusehen. Als ich direkt am Alex vor dem besagten verschmierten Wahrzeichens Berlins stand, stellte ich mit herber Erleichterung fest, dass es sich hier um die Aktion eines Telefonanbieters mit Frühlingsgefühlen handelte. Die Telekom spielt in ihrer derzeitigen Marketingkampagne Amor und hat sich im Rahmen dessen, etwas ganz Besonderes ausgedacht. Denn hier entsteht die längste Liebesbotschaft der Welt. Da sieht man mal, was Liebe alles so anstellen kann - im Grunde eine hübsche Idee, aber hier zählt wohl eher der Gedanke im Namen der Liebe, als das verschandelte Stadtbild. Dank meiner weitreichenden Sehkraft konnte ich auch feststellen, dass sich die Liebesbotschaften wieder entfernen lassen, denn sie sind nur per Planen angebracht worden. Unter dem Motto „Wir kleiden Berlin mit Liebe ein“ konnten sich Hunderte von Verliebten ihren Gefühlen einmal auf eine ganz besondere Art Luft machen …und selbst ein Heiratsantrag wird zu lesen sein. Alle Geschichten, die hinter den Liebesbotschaften stecken, können sogar auf der myspace Seite der Telekom nachgelesen werden. Mitmachen kann man übrigens auch noch. So ist diese Aktion recht praktisch um sich seiner geheimen Liebe zu offenbaren oder einfach um einem besonderen Menschen zu sagen, wie gern man ihn hat und das dann auf Leinwand bringt.

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