Songtext im Context: Laith Al Deen – The Invitation
by Christin on Nov.24, 2009, under Allgemein, hör mal
Es gibt gewisse Menschen, die einfach nie genug haben können. Genug davon, sich anderen gegenüber zu profilieren, sich darzustellen und mit Worten leere Blasen in die Luft zu pusten. Diese Menschen wissen meist genau, was sie tun. Sie wissen darum, andere zu beeindrucken, Bewunderung zu ernten und sogar, wie man das Gegenüber von einem abhängig macht. Solche Menschen können mit einem Wimpernschlag Berge versetzen, doch genauso ganze Welten zerstören. Es erscheint, als würden diese Menschen genau diese Macht am Leben halten, dabei ist Leben so viel mehr als Macht. Der Feind dieser Menschen sind diejenigen, die deren Fassade durchschauen. Dabei ist dieser Feind meist der, der sich nichts mehr wünscht als den Einsturz dieser Fassade – jedoch nicht zu dessen Schaden, sonder zu deren Glück. Denn es interessiert nicht, was jemand darstellt, sondern das, was man ist… mit allen Fehlern und schönen Seiten.
Laith Al Deen hatte wohl auch solche Menschen um sich als er „The Invitation“ schrieb. Und egal ob es in seinem Lied dabei um Liebe geht oder nicht, er bringt es für jede Ebene von Beziehung auf den Punkt. Jemandem die Hand zu reichen, der diese Chance nicht begreifen will, ist eine Qual, doch während dessen man seine Hand ihm trotz jeder Abwehr entgegen streckt, begreift man, wie viel Wert man diesem Menschen zu teilt.
Songtext: Laith Al Deen - The Invitation (Ich will nur wissen)
Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo du lebst und wie viel Geld du hast. Ich will nur wissen, was dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.
Es interessiert mich nicht, was oder mit wem du wo gelernt hast. Ich will nur wissen, wonach du innerlich schreist, ob du zu träumen wagst.
Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wer du bist und wo du herkommst. Ich will nur wissen, ob du enttäuschen kannst, um dir selber treu zu sein.
Es interessiert mich nicht, wie alt du bist, wie du dein Geld verdienst. Ich will nur wissen, ob du bereit bist, wie ein Narr auszusehen, um deiner Liebe willen, um deiner Träume willen.
Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehn. Ich will nur wissen, ob du den tiefsten Punkt deines eigenen Leids berührst.
Es interessiert mich nicht, ob die Farbe deiner Augen, wirklich rein ist. Ich will nur wissen, ob du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist.
Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du mir erzählst, wahr ist. Ich will nur wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehst und nicht zurückschreckst.
Ich will nur wissen, ob du mit dem Schmerz meinem oder deinem einfach da sein kannst, ohne zu versuchen, zu verbergen, ihn zu beseitigen.
Ich will nur wissen, ob du mit der Freude meiner oder deiner da sein kannst, dich von Extase füllen lässt, vom Kopf bis zu den Zehen.
Ich will nur wissen, ob du vertrauen kannst, wenn man dir vertraut, um deiner Liebe willen um deiner Träume willen.
Ich will nur wissen, ob du mit dem Scheitern, meinem oder deinem, leben kannst. Dass du den Vorwurf des Verrats erträgst und deine eigene Seele nicht verrätst.
Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du mir erzählst, wahr ist. Ich will nur wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehst und nicht zurückschreckst.
Ich will nur wissen, ob du allein sein kannst und in den leeren Momenten gern mit dir zusammen bist …
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